Einfluss von Shilajit auf Spermienproduktion und Ovulation

Eizelle mit Spermien

Eine Studie aus dem Jahr 2006 untersuchte, ob Shilajit unter experimentellen Bedingungen mit Veränderungen der Fortpflanzungsfunktion in Zusammenhang steht.

Hierfür wurden sowohl männliche als auch weibliche Ratten eingesetzt. In den einzelnen Versuchsgruppen befanden sich jeweils 9 Tiere pro Gruppe, die unterschiedlichen Dosierungen ausgesetzt wurden. Ziel war es, mögliche Effekte von Shilajit auf die Spermienproduktion (Spermatogenese) bei männlichen Tieren, sowie auf die Ovulation (Eisprung) bei weiblichen Tieren zu analysieren.

 

Studiendesign

Die Untersuchung wurde in einem Tiermodell mit Ratten durchgeführt.

Versuchsaufbau:

  • männliche und weibliche Ratten
  • je 9 Tiere pro Gruppe
  • Behandlungsdauer: 6 Wochen

Dosierungen:

  • 0 mg/kg (Kontrollgruppe)
  • 25 mg/kg täglich
  • 50 mg/kg täglich
  • 100 mg/kg täglich

Untersucht wurden:

  • Spermienanzahl in Hoden und Nebenhoden
  • Gewebestruktur der Hoden
  • Ovulationsrate bei weiblichen Tieren
  • Körper- und Organgewichte

 

Einfluss auf die Spermienproduktion

Nach 6 Wochen zeigte sich bei den männlichen Tieren eine dosisabhängige Veränderung der Spermienanzahl im Hoden:

  • Kontrolle: 154,7 Mio. Spermien pro Tier
  • 50 mg/kg: 181,5 Mio. (+ ca. 17 %)
  • 100 mg/kg: 201,9 Mio. (+ ca. 30 %)

Auch die tägliche Spermienproduktion erhöhte sich:

  • Kontrolle: 25,4 Mio./Tag
  • 100 mg/kg: 33,1 Mio./Tag (+ ca. 30 %)

Die Veränderungen der Spermienanzahl im Nebenhoden waren noch deutlich ausgeprägter:

  • Kontrolle: 167,8 Mio. Spermien pro Tier
  • 50 mg/kg: 486,9 Mio. (+ ca. 190 %, signifikant)
  • 100 mg/kg: 635,3 Mio. (+ ca. 280 %, signifikant)

Die Unterschiede bei 50 mg/kg und 100 mg/kg waren statistisch signifikant (p < 0,01).

 

Veränderungen im Hodengewebe

Die mikroskopische Analyse zeigte strukturelle Unterschiede bei den männlichen Tieren im Hoden:

  • größere Samenkanälchen:
    • 193 ± 17 µm (100 mg/kg)
    • 187 ± 13 µm (Kontrolle)
  • dichtere Zellschichten in den Samenkanälchen
  • erhöhte Anzahl von Spermienvorstufen und Spermienköpfen

Diese Beobachtungen deuten im Modell auf eine erhöte Aktivität der Spermatogenese hin.

 

Einfluss auf die Ovulation

Bei den weiblichen Tieren wurde untersucht, wie viele Tiere innerhalb von 5 Tagen einen Eisprung hatten.

Anzahl der ovulierenden Tiere

  • Kontrolle: 3 von 9 Ratten
  • 100 mg/kg: 7 von 9 Ratten

Damit wurde unter der höchsten Dosierung eine mehr als doppelt so hohe Ovulationsrate beobachtet.

Zusätzlich zeigte sich:

  • verkürzte nicht-fruchtbare Phase (Diestrus)
  • häufigeres Erreichen der fruchtbaren Phase (Estrus)

 

Einfluss auf Körper und Organe

Die Analyse zeigte:

  • keine signifikanten Veränderungen bei:
    • Körpergewicht
    • Leber, Herz, Nieren, Gehirn
    • Hoden und Nebenhoden

Dies deutet darauf hin, dass die beobachteten Veränderungen nicht mit allgemeinen Wachstumsveränderungen zusammenhingen.

 

Hormonelle Beobachtungen

In der höchsten Dosierung (100 mg/kg) wurde zusätzlich berichtet:

  • höherer Testosteronspiegel im Vergleich zur Kontrollgruppe
  • leichter Anstieg von LH
  • keine Veränderung von FSH

 

Einordnung der Ergebnisse

Die Ergebnisse stammen aus einem Tiermodell mit Ratten und wurden unter kontrollierten Laborbedingungen erhoben.

Die Studie zeigt, dass unter diesen Bedingungen nach Gabe von Shilajit Veränderungen beobachtet wurden bei:

  • Spermienanzahl und -produktion
  • Struktur des Hodengewebes
  • Ovulationsrate bei weiblichen Tieren

Eine direkte Übertragbarkeit auf den Menschen ist auf Basis dieser Studie allein nicht möglich. Weitere Humanstudien sind notwendig um die Wirkung von Shilajit auf den Menschen zu erforschen.

 

Fazit der Studie

In einer Studie aus dem Jahr 2006 führte die tägliche Gabe von 25–100 mg/kg Shilajit über 6 Wochen zu dosisabhängigen Veränderungen der Fortpflanzungsparameter bei Ratten.

Dabei wurden unter anderem beobachtet:

  • eine Zunahme der Spermienanzahl im Hoden um bis zu ca. 30 %
  • eine Steigerung der Spermienzahl im Nebenhoden um bis zu ca. 280 % (signifikant)
  • eine höhere Ovulationsrate (7/9 Tiere gegenüber 3/9 in der Kontrollgruppe)

Die Ergebnisse beziehen sich auf die Bedingungen dieses Tiermodells und die untersuchten Dosierungen und sich nicht direkt auf den Menschen übertragbar.

 

Link zur Studie

Diese Inhalte stellen eine zusammenfassende Darstellung externer Studien dar. Für die Aussagen der Originalstudien wird keine Gewähr übernommen. Maßgeblich ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar.

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