Potenzieller Schutz männlicher Fruchtbarkeit bei Chemotherapie

Wirkung Shilajit auf männliche Fruchtbarkeit

Bestimmte Chemotherapeutika können neben Krebszellen auch gesunde, sich schnell teilende Zellen im Körper schädigen. Dazu gehören auch Zellen im männlichen Fortpflanzungssystem, insbesondere im Hoden. Dadurch kann es zu Veränderungen der Spermienproduktion und langfristig zu Fruchtbarkeitsproblemen kommen.

Ein häufig eingesetztes Chemotherapeutikum ist Cyclophosphamid (CPA). Dieses Medikament kann durch die Bildung von oxidativem Stress verschiedene Prozesse im Hoden beeinträchtigen, darunter:

  • die Bildung von Spermien
  • die Funktion von Sertoli-Zellen (wichtige Stützzellen im Hoden)
  • die Produktion von Testosteron

Die vorliegende Tierstudie untersuchte, ob Shilajit unter experimentellen Bedingungen Veränderungen im männlichen Fortpflanzungssystem beeinflussen kann, die durch Cyclophosphamid ausgelöst wurden.

 

Studiendesign

In der Untersuchung wurden 40 erwachsene männliche Mäuse eingesetzt.

Die Tiere wurden in vier Gruppen aufgeteilt:

  1. Kontrollgruppe – erhielt keine Chemotherapie
  2. CPA-Gruppe – erhielt Cyclophosphamid
  3. CPA + Shilajit (100 mg/kg)
  4. CPA + Shilajit (200 mg/kg)

Die Chemotherapie wurde zu Beginn der Studie einmalig verabreicht. Anschließend erhielten die entsprechenden Gruppen 35 Tage lang täglich Shilajit oral, was ungefähr einem vollständigen Spermatogenese-Zyklus bei Mäusen entspricht.

Während der Studie wurden unter anderem folgende Parameter untersucht:

  • Spermienzahl, -beweglichkeit und -morphologie
  • Testosteronspiegel im Blut
  • Struktur des Hodengewebes
  • Marker für oxidativen Stress
  • molekulare Marker der Spermienproduktion

 

Auswirkungen der Chemotherapie auf das männliche Fortpflanzungssystem

Die Behandlung mit Cyclophosphamid führte in den untersuchten Tieren zu mehreren Veränderungen im Hoden:

  • Reduzierte Spermienzahl
  • Verminderte Beweglichkeit der Spermien
  • Mehr strukturelle Auffälligkeiten der Spermien
  • Verringerte tägliche Spermienproduktion

Zusätzlich zeigte sich eine Veränderung der Gewebestruktur im Hoden. Dabei wurden unter anderem beobachtet:

  • Verringerte Anzahl von Keimzellen
  • Veränderungen der Samenkanälchen
  • Lockerung des Keimepithels

Auch der Testosteronspiegel im Blut war nach der Chemotherapie reduziert.

 

Beobachtungen nach Shilajit-Gabe

In den Gruppen, die zusätzlich Shilajit erhielten, wurden mehrere Veränderungen im Vergleich zur reinen Chemotherapie-Gruppe beobachtet:

  • höhere Spermienzahl
  • verbesserte Beweglichkeit der Spermien
  • geringere Anzahl abnormal geformter Spermien

Auch die tägliche Spermienproduktion im Hoden war in den Shilajit-Gruppen höher als in der Gruppe, die nur Chemotherapie erhielt.

Histologische Untersuchungen zeigten, dass Shilajit die Struktur der Samenkanälchen teilweise beeinflusste.

Bei Tieren, die 200 mg/kg Shilajit erhielten, war die Struktur der Samenkanälchen laut mikroskopischer Analyse teilweise sogar vergleichbar mit der der Kontrollgruppe ohne Chemotherapie.

Außerdem wurden folgende Veränderungen beobachtet:

  • höhere Anzahl von Keimzellen
  • größere Durchmesser der Samenkanälchen
  • geringere Anzahl geschädigter Gewebestrukturen

 

Einfluss auf Testosteron-bezogene Enzyme

Die Studie untersuchte auch Enzyme, die an der Testosteronbildung beteiligt sind.

Nach der Chemotherapie wurden Veränderungen bei mehreren dieser Enzyme beobachtet, darunter:

  • 3β-HSD
  • 17β-HSD
  • CYP11A1

In den Gruppen mit Shilajit-Behandlung wurden höhere Expressionswerte dieser Enzyme gemessen als in der reinen Chemotherapie-Gruppe.

Die Autoren berichten außerdem, dass der Testosteronspiegel bei den behandelten Tieren höher war als bei den Tieren, die nur Cyclophosphamid erhalten hatten.

 

Einfluss auf oxidativen Stress

Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung war oxidativer Stress im Hodengewebe.

Bei Mäusen mit Chemotherapie wurde beobachtet:

  • erhöhte Lipidperoxidation (ein Marker für oxidativen Stress)
  • reduzierte Aktivität antioxidativer Enzyme

Nach der Shilajit-Gabe wurden Veränderungen bei antioxidativen Systemen gemessen, unter anderem:

  • erhöhte Aktivität von Superoxiddismutase (SOD)
  • Veränderungen im Nrf2/Keap1-Signalweg, der an der Regulation antioxidativer Prozesse beteiligt ist.

 

Fazit und Einordnung der Ergebnisse

Die Ergebnisse dieser Untersuchung stammen aus einem Tiermodell mit Mäusen und wurden unter kontrollierten Laborbedingungen erhoben.

Die Studie zeigt, dass in diesem experimentellen Modell Mäuse während einer Chemotherapie nach Gabe von Shilajit Veränderungen bei mehreren Parametern des männlichen Fortpflanzungssystems beobachtet wurden, darunter:

  • Verbesserung der Spermienqualität
  • Erhöhte Spermienproduktion
  • Anzahl der hormonellen Marker
  • Reduktion von oxidativem Stress im Hodengewebe

Ob und in welchem Umfang diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, lässt sich aus dieser Tierstudie allein nicht ableiten. Weitere klinische Studien am Menschen wären erforderlich, um diese Zusammenhänge unter realen Bedingungen zu untersuchen.

 

Link zur Studie

Diese Inhalte stellen eine zusammenfassende Darstellung externer Studien dar. Für die Aussagen der Originalstudien wird keine Gewähr übernommen. Maßgeblich ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar.

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