Shilajit bei chronischer Erschöpfung im Tiermodell
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Chronische Erschöpfung (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) ist durch anhaltende Müdigkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit sowie häufig auch durch kognitive und psychische Symptome gekennzeichnet. In der Forschung wird ein Zusammenhang mit:
- gestörter Stressregulation (HPA-Achse)
- mitochondrialer Dysfunktion
- erhöhtem oxidativen Stress
diskutiert.
Eine Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte, wie sich Shilajit in einem experimentellen Modell auf diese Prozesse auswirkt.
Studiendesign
Die Untersuchung wurde in einem Rattenmodell durchgeführt. Dabei wurde Chronischer Stress durch tägliches Schwimmen (15 Minuten über 21 Tage) ausgelöst
- Shilajit wurde parallel in drei Dosierungen verabreicht:
- 25 mg/kg
- 50 mg/kg
- 100 mg/kg
Untersucht wurden:
- Verhalten (Erschöpfung & Aktivität)
- Angstverhalten
- Stresshormone
- mitochondriale Energieproduktion
- oxidativer Stress im Gehirn.
Einfluss auf Erschöpfung und Aktivität
Ein zentraler Messwert war die sogenannte Immobility-Zeit (Bewegungslosigkeit), die als Marker für Erschöpfung gilt.
- Durch chronischen Stress stieg die Immobilität signifikant ab Tag 14 und 21 an
- Gleichzeitig nahm die aktive Bewegung („Climbing“) deutlich ab
Nach Gabe von Shilajit wurde eine:
- Reduzierte Immobilitätszeit (weniger „Erschöpfungsverhalten“)
- Zunahme der aktiven Bewegungszeit
Beobachtet.
Diese Effekte wurden bei allen getesteten Dosierungen festgestellt, besonders ausgeprägt am Ende des 21-tägigen Zeitraums.
Einfluss auf Angstverhalten
Im sogenannten Elevated Plus Maze Test, also einem Testbereich in dem die Ratten sich sowohl in offenen als auch geschlossenen Bereichen aufhalten können, wurde das Angstverhalten untersucht. Typischerweise halten sich die Ratten bei Stress weniger Zeit in offenen Bereichen auf und verweilen eher in geschlossenen Bereichen.
In der Stressgruppe sank die Zeit im offenen Bereich von ca. 46 Sekunden auf etwa 16 Sekunden (Tag 21) ohne Zugabe von Shilajit.
Unter Zugabe von Shilajit (100 mg/kg):
- stieg die Zeit im offenen Bereich auf etwa 70 Sekunden
Gleichzeitig:
- nahm die Zeit im geschlossenen Bereich ab
- die Explorationsaktivität (z. B. „Head dips“) stieg wieder an
Diese Veränderungen wurden als Hinweis auf eine Reduktion stressbedingter Angstreaktionen im Modell interpretiert.
Einfluss auf Stresshormone (HPA-Achse)
Chronischer Stress führte zu:
- einem Abfall des Stresshormons Corticosteron
- einer Reduktion des Gewichts der Nebennieren
Diese Veränderungen gelten als Hinweis auf eine gestörte Stressregulation.
Nach Gabe von Shilajit wurde:
- ein Anstieg des Corticosteron-Spiegels im Vergleich zur Stressgruppe
- eine Zunahme des Nebennierengewichts (dosisabhängig)
beobachtet.
Dies deutet darauf hin, dass Shilajit im Modell mit einer positiven Veränderung der Stressregulation verbunden war.
Einfluss auf mitochondriale Energieproduktion
Ein zentraler Fokus der Studie lag auf der Energieproduktion in den Mitochondrien (Zellkraftwerke).
Durch Stress kam es zu deutlichen Einbußen bei wichtigen Enzymen:
- NADH-Dehydrogenase (Komplex I):
von 38,07 auf 24,95 - ATP-Synthase (Komplex V):
von 11,85 auf 7,31
Nach Behandlung mit Shilajit (100 mg/kg):
- NADH-Dehydrogenase: 37,74 (nahe am Kontrollwert)
- ATP-Synthase: 11,62 (nahe am Ausgangswert)
Auch andere Enzyme der mitochondrialen Atmungskette zeigten ähnliche Veränderungen.
Zusätzlich wurde beobachtet:
- eine Verbesserung der mitochondrialen Aktivität (MTT-Test)
- eine Stabilisierung der mitochondrialen Membran (MMP)
Einfluss auf oxidativen Stress
Chronischer Stress führte zu einer deutlichen Erhöhung von oxidativem Stress im Gehirn:
-
NO (Stickstoffmonoxid):
von 6,7 auf 12,52 -
MDA (Lipidperoxidation):
von 5,54 auf 18,06
Nach Shilajit (100 mg/kg):
- NO sank auf 7,24
- MDA sank auf 7,66
Gleichzeitig wurden antioxidative Enzyme reguliert, so nährten sich SOD und Catalase durch die Zugabe von Shilajit wieder den Ausgangswerten an
Diese Veränderungen deuten darauf hin, dass im Modell oxidativer Stress reduziert wurde.
Fazit und Einordnung der Studie
In diesem Tiermodell führte chronischer Stress zu messbaren Veränderungen bei Verhalten, Stressregulation und mitochondrialer Funktion.
Unter der untersuchten Dosierung von 25–100 mg/kg Shilajit über 21 Tage wurden im Vergleich zur Stressgruppe unter anderem beobachtet:
- geringere Immobilität und erhöhte Aktivität
- positive Veränderungen im Angstverhalten
- Anstieg von Corticosteron
- teilweise Normalisierung mitochondrialer Enzymaktivität
- reduzierte Marker für oxidativen Stress
Die Ergebnisse beziehen sich auf die Bedingungen dieses Tiermodells und liefern Hinweise auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Einnahme von Shilajit und chronischer Erschöpfung, die in weiteren Studien untersucht werden müssen. Ob und in welchem Umfang diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, lässt sich aus dieser Studie allein nicht ableiten.
Diese Inhalte stellen eine zusammenfassende Darstellung externer Studien dar. Für die Aussagen der Originalstudien wird keine Gewähr übernommen. Maßgeblich ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar.