Knochendichte und oxidativer Stress

Röntgenbild von Knochen

Die Studie aus dem Jahr 2022 untersuchte, ob die Einnahme eines standardisierten Shilajit-Extrakts mit Veränderungen der Knochendichte, des Knochenstoffwechsels, sowie von Entzündungs- und oxidativen Stressmarkern in Zusammenhang steht.

Untersucht wurden 60 postmenopausale Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren mit Osteopenie, einer Phase, in der es häufig zu einem beschleunigten Knochenabbau kommt.

 

Studiendesign

Die Untersuchung wurde als randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie über einen Zeitraum von 48 Wochen durchgeführt.

Die Teilnehmerinnen wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Placebo
  • 250 mg Shilajit täglich
  • 500 mg Shilajit täglich

Im Verlauf der Studie wurden regelmäßig folgende Parameter gemessen:

  • Knochendichte (Lendenwirbelsäule & Oberschenkelhals)
  • Marker des Knochenstoffwechsels
  • Entzündungsmarker
  • Marker für oxidativen Stress

 

Einfluss auf die Knochendichte

Ein zentraler Messwert war die Veränderung der Knochendichte (BMD).

Dabei zeigte sich:

  • In der Placebo-Gruppe kam es zu einem fortlaufenden Rückgang der Knochendichte
  • In der 250 mg Gruppe blieb die Knochendichte weitgehend stabil
  • In der 500 mg Gruppe wurde eine signifikante Zunahme der Knochendichte beobachtet

Die Veränderungen traten insbesondere im Bereich der:

  • Lendenwirbelsäule
  • Oberschenkelhals

auf und zeigten einen dosisabhängigen Effekt (p < 0.001).

 

Einfluss auf den Knochenstoffwechsel

Zur Bewertung des Knochenumbaus wurden spezifische Marker analysiert, die Aufschluss über Abbau- und Aufbauprozesse geben.

Veränderungen bei Knochenabbau-Markern:

  • CTX-1 (C-Terminal Telopeptid):
    • Reduktion bis −21,8 % (500 mg)
  • RANKL (fördert Knochenabbau):
    • Reduktion bis −9,8 %

Veränderungen bei schützenden Faktoren:

  • Osteoprotegerin (OPG):
    • Anstieg bis +57,3 %
  • Verhältnis RANKL / OPG:
    • Reduktion um bis zu −42,4 %

Diese Veränderungen deuten im Studienkontext auf eine Verschiebung hin zu einem reduzierten Knochenabbau und einer veränderten Regulation des Knochenstoffwechsels.

 

Einfluss auf Entzündungsprozesse

Auch entzündungsbezogene Marker wurden gemessen.

  • hsCRP (hoch-sensitives C-reaktives Protein):
    • Reduktion um bis −30,3 % 

Diese Veränderung wurde vor allem in der Gruppe mit 500 mg täglich beobachtet und trat bereits im Verlauf der Studie auf.

 

Einfluss auf oxidativen Stress

Ein weiterer Fokus lag auf Parametern des oxidativen Stresses und antioxidativer Systeme.

Marker für oxidativen Stress:

  • Malondialdehyd (MDA):
    • Reduktion um bis zu −20,5 %

Antioxidative Schutzsysteme:

  • Glutathion (GSH):
    • Anstieg um  bis zu +37 %

Diese Veränderungen deuten im Studienkontext auf eine veränderte oxidative Balance unter den untersuchten Bedingungen hin.

 

Weitere beobachtete Veränderungen

  • Anstieg von Stickstoffmonoxid (NO) um bis zu 60%. 

Stickstoffmonoxid (NO) ist ein körpereigener Botenstoff, der eine wichtige Rolle bei der Regulation der Gefäßfunktion spielt und mit der Steuerung des Blutflusses im Körper in Zusammenhang steht.

 

  • Sicherheit:
    • keine auffälligen Nebenwirkungen durch die Einnahme von Shilajit
    • Laborwerte im Normbereich

 

Einordnung der Ergebnisse

Die Ergebnisse stammen aus einer randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierten klinischen Studie am Menschen mit einer Studiendauer von 48 Wochen. Dieses Studiendesign gilt als besonders aussagekräftig, da Einflüsse durch Erwartungshaltungen oder Verzerrungen möglichst reduziert werden.

Untersucht wurde ein standardisierter Shilajit-Extrakt in zwei Dosierungen. Die beobachteten Veränderungen beziehen sich auf diese spezifischen Bedingungen und die untersuchte Personengruppe.

 

Fazit der Studie

In einer Studie aus dem Jahr 2022 führte die tägliche Einnahme von 250 mg bis 500 mg Shilajit über 48 Wochen bei postmenopausalen Frauen zu messbaren Veränderungen der Knochendichte sowie verschiedener Biomarker.

Dabei wurde unter anderem beobachtet:

  • eine Stabilisierung bzw. Zunahme der Knochendichte
  • eine Reduktion von Knochenabbau-Markern wie CTX-1 (bis −21,8 %)
  • eine Zunahme schützender Marker wie OPG (bis +57,3 %)
  • eine Reduktion von Entzündungsmarkern (hsCRP bis −30,3 %)

Die Ergebnisse beziehen sich auf die untersuchten Bedingungen dieser klinischen Studie.

 

Link zur Studie

Diese Inhalte stellen eine zusammenfassende Darstellung externer Studien dar. Für die Aussagen der Originalstudien wird keine Gewähr übernommen. Maßgeblich ist die jeweils verlinkte Quelle. Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar.

Zurück zum Blog