Antivirale Aktivität von Shilajit im Labor (In-vitro)

Antivirale Aktivität von Shilajit im Labor (In-vitro)

In dieser Laborstudie wurde untersucht, ob Shilajit die Infektiosität verschiedener Viren unter kontrollierten Bedingungen beeinflussen kann. Dabei standen mehrere klinisch relevante Viren im Fokus, darunter:

  • Herpes-simplex-Virus Typ 1 und 2 (HSV-1, HSV-2)
  • Humanes Cytomegalievirus (HCMV)
  • Respiratorisches Synzytialvirus (RSV)
  • Rotavirus (HRV)
  • Vesikuläres Stomatitisvirus (VSV)

 

Studiendesign

Die Untersuchung wurde vollständig in vitro (im Labor, nicht am Menschen) durchgeführt.

Zur Bewertung der antiviralen Aktivität wurden unter anderem folgende Methoden eingesetzt:

  • Plaque-Reduktions-Assays (Messung der Virusvermehrung)
  • Virus-Titer-Analysen
  • Mechanismus-Tests (z. B. Virusbindung und -eintritt)

Zusätzlich wurde geprüft, ob Shilajit die Zellviabilität (Lebensfähigkeit der Zelle) beeinflusst.

Dabei zeigte sich:

  • keine zellschädigende Wirkung bis zu 1500 µg/ml

 

Antivirale Aktivität bei verschiedenen Viren

Die Ergebnisse zeigten eine dosisabhängige Hemmung der Virusinfektiosität bei mehreren Viren.

Gemessene EC50-Werte (wirksame Konzentration)

  • HSV-1: 31,08 µg/ml
  • HSV-2: 12,85 µg/ml
  • HCMV: 34,54 µg/ml
  • RSV: 30,35 µg/ml

Diese Werte geben an, bei welcher Konzentration die Virusaktivität um 50 % reduziert wurde.

Für andere untersuchte Viren zeigte sich keine Wirkung:

  • kein Effekt bei Rotavirus (HRV)
  • kein Effekt bei VSV

Dies deutet darauf hin, dass die Aktivität nicht allgemein gegen alle Viren, sondern eher spezifisch für bestimmte Virustypen ist.

 

Rolle von Inhaltsstoffen (Huminsäuren)

Die Studie untersuchte auch Huminsäuren, einen Hauptbestandteil von Shilajit.

Dabei zeigte sich:

  • ähnliche antivirale Aktivität wie bei Shilajit
  • teilweise sogar niedrigere EC50-Werte (höhere Aktivität)

Dies deutet darauf hin, dass Huminsäuren wahrscheinlich einen wesentlichen Beitrag zur beobachteten Aktivität leisten.

 

Mechanismus der antiviralen Wirkung

Die Studie untersuchte auch, wie Shilajit im Labor mit Viren interagiert.

1. Hemmung der Virusbindung an Zellen

In sogenannten Attachment-Assays zeigte sich:

  • Shilajit reduzierte die Fähigkeit von Viren, an Zelloberflächen zu binden
  • z. B. bei HSV-2: EC50 = 14,20 µg/ml
  • bei RSV: EC50 = 25,70 µg/ml

Das deutet darauf hin, dass Shilajit bereits sehr früh im Infektionsprozess ansetzt.

2. Direkte Beeinflussung von Viruspartikeln

In sogenannten Virucidal-Assays wurde getestet, ob Shilajit Viren direkt beeinflussen kann.

Dabei wurde beobachtet:

  • 71,2 % Reduktion der HSV-2-Infektiosität
  • 74,4 % Reduktion der RSV-Infektiosität

(bei 100 µg/ml nach 2 Stunden bei 37 °C)

Die Viren wurden dabei nicht vollständig inaktiviert, aber ihre Infektiosität deutlich reduziert.

3. Einfluss auf spätere Infektionsphasen

Die Studie zeigte außerdem:

  • stärkste Effekte, wenn Shilajit während der Virusinfektion vorhanden war
  • geringere Effekte bei alleiniger Vor- oder Nachbehandlung

Dies spricht dafür, dass der Einfluss hauptsächlich in der frühen Phase der Infektion stattfindet.

 

Einordnung der Ergebnisse

Die Ergebnisse dieser Studie basieren auf Laborversuchen mit Zellkulturen (In-vitro).

Das bedeutet:

  • die Effekte wurden nicht am Menschen untersucht
  • die Konzentrationen und Bedingungen entsprechen Laborbedingungen
  • eine direkte Übertragbarkeit auf den menschlichen Körper ist nicht gegeben

 

Fazit der Studie

In dieser In-vitro-Studie zeigte Shilajit bei Konzentrationen im Bereich von etwa 12,85 bis 34,54 µg/ml eine dosisabhängige Hemmung der Infektiosität bestimmter Viren, darunter HSV-1, HSV-2, HCMV und RSV.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Shilajit unter Laborbedingungen unter anderem die Bindung von Viren an Zellen beeinflussen und die Infektiosität von Viruspartikeln um bis zu etwa 70 % reduzieren kann.

Die beobachteten Effekte wurden in Zellkulturen gemessen und liefern Hinweise auf mögliche Zusammenhänge, die in weiteren Studien untersucht werden müssen.

 

Link zur Studie

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